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Donnerstag, 14. Dezember 2017

          

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Eine Region stellt sich vor

(red) Istrien im Norden Kroatiens wird sich auf der Messe CMT in Stuttgart vom 12. bis 20. Januar 2008 als Caravaning-Partnerregion präsentieren.

Kurz hinter der slowenischen Grenze fängt die Toskana an. Oder doch nicht? Der Blick gleitet über sanftes Hügelland, bleibt hier und da an einem kühn auf einem Berg gelegenen Dorf hängen. Die Sonne steht tief über dem Land, auf kurvigen Straßen geht es hinunter zum Meer. 537 Kilometer Küste bietet die kroatische Halbinsel zwischen dem Golf von Triest im Norden und der Kvarner-Bucht im Süden. Strände mit kristallklarem Wasser laden zum Baden ein, im Hinterland wechseln sich grüne Hügel und karstige Gebirgsketten ab. Eine Landschaft, die von ihrer ungeheuren Vielfalt, den Farben und Kontrasten lebt.

ADAC vergibt Bestnoten: Campingplätze haben internationalem Standard
Camper und Caravaner finden in Istrien beste Vorraussetzungen für entspannte Urlaubstage. Touristisch am besten erschlossen ist die Westküste der Halbinsel. Zwischen Umag und Medulin liegen zahlreiche Campingplätze direkt in Strandnähe mit wunderschönen Ausblicken auf Küste und Meer. In Sachen Ausstattung lassen die Plätze kaum Wünsche offen. Die Betreiber haben sich auch in Istrien längst auf den wachsenden Wohnmobil-Tourismus eingestellt. Der ADAC bescheinigt den istrischen Plätzen zudem eine deutliche Qualitätssteigerung bei Service und Infrastruktur und vergibt in seinem Camping und Caravaning Führer für Südeuropa ausgezeichnete Noten. Gut ausgestattete Shops, moderne Poolanlagen und vielfältige Freizeitangebote gehören auf den meisten Plätzen inzwischen zum Standard. Insgesamt 40 Campingplätze und mehrere Mini-Camps haben während der Saison (April bis Oktober) für Besucher geöffnet.

Ein besonders schöner Platz ist das Camp Laterna in der Nähe von Porec. Ein Großteil des 80 Hektar großen Geländes befindet sich einem Pinien- und Eichenwäldchen, das zum Meer hin sanft abfällt. Die drei Strandkilometer liegen malerisch in einer kleinen Bucht. Surf- oder Tauchkurse können direkt vor Ort gebucht werden. Einen guten Ruf genießt Kroatien seit vielen Jahren unter Anhängern der Freikörperkultur. Einer der größten Plätze Europas, der FKK-Campingplatz Koversada, liegt in der Nähe der Ortschaft Vrsar. Insgesamt 6000 textilfreie Urlauber kann der Platz gleichzeitig beherbergen. "Im vergangenen Jahr haben wir noch mal 350 neue Stellplätze hinzubekommen", sagt Simon Matosevic vom Campingplatz-Betreiber Maistra. 70 bis 80 Prozent der Besucher seien Stammgäste, erzählt der junge Mann. Landschaftlich besonders reizvoll: Der Zeltplatz der Anlage befindet sich auf einer vorgelagerten Insel, die nur durch eine kleine Brücke mit dem Festland verbunden ist.

Entdeckungsreisen: Einblicke in vergangenen Welten
In den beschaulichen Städtchen im Westen der Halbinsel trifft der unverfälschte Charme mediterraner Küstenorte auf das Flair der großen weiten Welt. In den Häfen dümpeln Fischerboote einträchtig neben riesigen Yachten, die man eher in Saint-Tropez oder Monaco vermuten würde. Touristische Zentren sind die Städte Umag, Novigrad, Porec, Vrsar und Rovinj. Vor allem das malerische Rovinj lockt Jahr für Jahr tausende Touristen aus aller Welt an. Der "Istrische Montmartre" liegt auf einer kleinen Insel, die erst vor zweihundert Jahren mit dem Festland verbunden wurde. "In Rovinj ist alles ein wenig anders als im Rest Kroatiens – alles noch ein bisschen schöner", verrät die Reiseführerin auf dem Weg durch die Stadt. Durch schmale Gassen, vorbei an unzähligen kleinen Galerien und Geschäften, geht es hoch zur Kirche der Heiligen Euphemia. Wer oben am Kirchplatz angekommen noch höher hinaus möchte, sollte festes Schuhwerk an den Füßen haben und nicht zu den ängstlichen Zeitgenossen gehören. Der Aufstieg auf den höchsten Glockenturms Istriens ist ein echtes Abenteuer. Die schmalen, ausgetretenen Holzstiegen und der freie Blick ins Innere des 60 Meter hohen Bauwerks haben schon manchen Touristen umkehren lassen. Wer seinen Mut zusammennimmt, wird oben allerdings mit einem phantastischen Ausblick über Rovinj und die Adriaküste belohnt.

Einen Tagesausflug lohnt auch der Nationalpark Brijuni im Südwesten der istrischen Halbinsel. Zu den Brijuni-Inseln gehören zwei große und insgesamt zwölf kleinere Inseln. Auf der Hauptinsel Veli Brijun, die als einzige der Öffentlichkeit zugänglich ist, hatte der jugoslawische Staatsgründer Josip Tito seinen Sommersitz. Auch heute noch nutzt der kroatische Staat Teile der Inselgruppe, um Staatsgäste in exklusiver Umgebung zu bewirten. Der Archipel liegt drei Kilometer vor der Küste. Knapp 20 Minuten dauert die Überfahrt von Fazana nach Veli Brijun. Auf der Insel angekommen, gibt es einiges zu entdecken: Fast 700 Pflanzen und mehr als 250 Vogelarten sind auf der Insel heimisch. Einige der exotischen Tiere (u.a. Mufflons, Zebras und Elefanten), die man bei der Inselrundfahrt oder im Safaripark beobachten kann, brachte Tito von seinen Reisen mit. Zeugnisse vergangener Tage gibt es auch in anderer Form reichlich zu bewundern. Von der Herrschaft der Römer zeugen die gut erhaltenen Reste einer kaiserlichen Sommerresidenz aus dem 1. Jh. n. Chr. und am Strand geht es sogar noch weiter in der Vergangenheit zurück: In den Felsen direkt am Meer kann man die Fußabdrücke eines Dinosauriers bestaunen.

Urlaub für die Sinne: Istrien als Reiseziel für Gourmets
Istrien hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Geheimtipp für Gourmets gemausert. Neben den traditionellen Konobe, die einfache landestypische Gerichte wie gegrilltes Fleisch, gebratene Fische oder Schafskäse anbieten, sind in den größeren Küstenorten und im Hinterland Restaurants entstanden, die auf moderne, mediterrane Küche setzen, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Eines dieser außergewöhnlichen Lokale findet man in Rovinj. Hoch oben über der malerischen Altstadt am Fuße der beeindruckenden Euphemia-Kirche bewirten Tjitske und Daniel Dekic im Restaurant Monte ihre Gäste mit einer unglaublicher Liebe zum Detail. Während sich die gebürtige Holländerin um das Wohl der Gäste kümmert, zaubert ihr Ehemann in der Küche kulinarische Köstlichkeiten, die keinen Vergleich scheuen müssen. Und das Beste: Alles zu bezahlbaren Preisen, die keine Reisekasse über die Maße beanspruchen. Istrisches Ombolo (Schweinskarree) mit Mandelsauce, Feigen und Malvazija bekommt man beispielsweise für umgerechnet gerade mal 14 Euro.

Für eine Spezialität wird die größte Halbinsel der Adria von Feinschmeckern rund um den Globus besonders geschätzt: Die weißen Trüffel, die man ansonsten nur noch im Piemont (Italien) findet, wachsen von September bis Januar in der Region um Motovun. Auf das "weiße Gold Istriens" spezialisiert hat sich Giancarlo Zigante. In der Ortschaft Livade betreibt Zigante ein Trüffelgeschäft und seit 2002 ein Restaurant, das nach nur wenigen Jahren inzwischen zu den Spitzenrestaurants in Kroatien zählt. Hier bekommt man die seltene Knolle in allen nur denkbaren Varianten serviert - sogar das köstliche Tiramisu wird mit Trüffeln verfeinert. 1999 gelang Giancarlo Zigante ein ganz besonderer Fund: In den Wäldern um Livade entdeckte er den größten jemals gefunden Trüffel. Mit 1,31 Kilogramm steht das Wundergewächs seither im Guinnessbuch der Rekorde.

Istrien ist auf bestem Wege, den etablierten Camping-Reisezielen an der italienischen Adria den Rang abzulaufen. Die überaus reizvolle Landschaft, tolle Freizeitangebote und eine gut ausgebaute Infrastruktur dürften auch in den kommenden Jahren viele Touristen in den Norden Kroatiens locken. Istrien – definitiv mehr als nur eine Reise wert.

05.12.07

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