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Nachrichten > Wohnmobile, Wohnwagen, Technik und Zubehör

Der Weg zur internationalen Leitmesse

(red) Seit dem ersten CARAVAN SALON, der im Jahr 1962 in der Messe Essen stattfand, hat die heute in Düsseldorf beheimatete Weltleitmesse der mobilen Freizeit eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. 34.500 Besucher kamen 1962 zum ersten CARAVAN SALON, bei dem 61 Aussteller aus acht Ländern auf 15.000 Quadratmetern Caravans und Zubehör präsentierten. Den letzten CARAVAN SALON DÜSSELDORF 2010 besuchten 171.000 Caravaning-Begeisterte. Sie sahen Caravans und Reisemobile, Zubehör, Ausbauteile, Zelte, Mobilheime und Reisedestinationen präsentiert von 580 Ausstellern aus 26 Ländern, die in 10 Hallen und im Freigelände rund 180.000 Quadratmeter belegten.

Doch es ist nicht seine Größe allein, die den CARAVAN SALON auszeichnet. Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, erklärt: „Der CARAVAN SALON war von Anfang an als Neuheitentermin konzipiert. Diese Rolle hat sich noch gefestigt, seit der CARAVAN SALON DÜSSELDORF bereits Ende August stattfindet und somit international der erste Termin ist, bei dem die neue Fahrzeuggeneration gezeigt wird. Das zeigt sich auch in der stark gestiegenen Zahl internationaler Besucher - bei der letztjährigen Messe hatten wir 23.000 Besucher aus aller Welt. Der CARAVAN SALON war und ist der wichtigste Indikator für die Trends in der Caravaningbranche.“ Das bestätigt auch Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes, der bereits seit 1966 als Trägerverband für die Messe verantwortlich zeichnet.

Zu dieser Infrastruktur gehört auch das Caravan Center, der messeeigene Stellplatz, auf dem seit dem Umzug des CARAVAN SALON nach Düsseldorf insgesamt rund 350.000 Fahrzeugübernachtungen von Besuchern im eigenen Reisemobil oder Caravan gezählt wurden. Insgesamt besuchten den CARAVAN SALON in seiner 50-jährigen Geschichte rund sechs Millionen Besucher, die rund 55.000 ausgestellte Fahrzeuge bewunderten.

Chronik des Wachstums
Fünf Tage dauerte 1962 der erste CARAVAN SALON, der auf Wunsch von Industrie und Handel als eigene Herbstmesse ins Leben gerufen wurde. Die Campingausstellung im Frühjahr, bei der Caravans nur ein Ausstellungsgegenstand unter vielen waren, reichte der wachsenden Branche nicht mehr als Plattform. Zudem wollte man im Herbst ausstellen und disponieren, so dass die Fahrzeuge pünktlich zur neuen Saison im Frühjahr ausgeliefert werden konnten. Den Namen der neuen Veranstaltung schauten sich die Väter des CARAVAN SALON bei einer Veranstaltung im Londoner Earls Court ab, denn die neue Premierenmesse sollte international werden. Veranstalter waren der Deutsche Camping-Club und der Verband Deutscher Wohnwagen-Händler und -Importeure.

Die Resonanz auf die neue Messe war so gut, dass sie schon bei der zweiten Veranstaltung 1963, die ebenfalls fünf Tage dauerte, als größte europäische Veranstaltung dieser Art galt. Fast alle gängigen europäischen Caravanmodelle waren vertreten, insgesamt gab es rund 250 Caravans und Mobilheime zu sehen.

1964 wurde die Messelaufzeit zum ersten Mal auf neun Tage und zwei Wochenenden verlängert, bereits bei dieser dritten Messe wurde eine beträchtliche Zahl ausländischer Besucher vermerkt.

1965 wurde der CARAVAN SALON noch einmal auf fünf Tage verkürzt, bis er dann ab 1966 immer neun Tage lang geöffnet war. Bereits bei der vierten Messe wurde das komplette damalige Essener Messegelände belegt. Seit 1966 war der VDWH, der Verband Deutscher Wohnwagen-Hersteller, Mitveranstalter des CARAVAN SALON, ab 1967 dann Alleinveranstalter. Immer mehr Unternehmen boten in diesen Jahren günstige, kleine „Jedermannswohnwagen“ an, wobei die Zeitschrift Caravaning die magische Preisgrenze bei 3.333 Mark sah. Gleichzeitig waren die zunehmende Zahl von Heizungen und Toilettenräumen in den Caravans in diesen Jahren wichtige Themen, und die Qualität des Innenausbaus verbesserte sich stetig.

In den folgenden Jahren steigerten sich die Besucherzahlen des CARAVAN SALON weiter, auch die Fläche wurde um zwei Hallen erweitert. Zudem wurde die Messe attraktiver: Das Angebot (und Interesse) an Zubehör wuchs, immer mehr Aussteller bauten keine reinen Wagenburgen, sondern zeigten liebevoll dekorierte Stände, zum Teil mit ersten Spielmöglichkeiten für Kinder. Die Form der Caravans hatte sich seit den Anfängen der Messe ebenfalls verändert: Sie entwickelte sich weg von der typischen Ei-Form und wurde gestreckter, innen kam die elektrische Wasserversorgung als Serienausstattung, die Küchen wurden größer, die Ausstattung komfortabler. Immer mehr Modelle lockten dank Vollisolierung, Doppelfenster, Kälteschleusen und Zentralheizungen mit Tauglichkeit für das Wintercamping.

Beim zehnten CARAVAN SALON 1971 stieg die Besucherzahl erstmals auf 100.000, zudem gab es zum ersten Mal eine persönliche Schirmherrschaft, die Bundesinnenminister Genscher übernahm. In den folgenden Jahren konnte der CARAVAN SALON weiter wachsende Aussteller- und Besucherzahlen verzeichnen, was vor allem den aufstrebenden Reisemobilen zuzuschreiben war. 1972 belegten Motorcaravans, wie sie damals genannt wurden, mit Fahrzeugen von 10.000 bis 100.000 Mark bereits mehr als ein Drittel der Ausstellungsfläche. Ihr Anteil nahm weiter stetig zu und beim 17. CARAVAN SALON 1978 waren zum ersten Mal mehr Motorcaravan- als Caravan-Aussteller zugelassen. Bis heute sind beim CARAVAN SALON DÜSSELDORF etwa 60 Prozent der 1.800 gezeigten Fahrzeuge Reisemobile und 40 Prozent Caravans.

Ebenfalls im Jahr 1972 entschied der VDWH, dass sich der CARAVAN SALON künftig auf Caravans, Motorcaravans und Zubehör konzentrieren werden, Mobilheime, die zuvor auf nahezu 17.000 qm im Freigelände gezeigt worden waren, wurden ab 1973 nicht mehr zugelassen. Das führte dazu, dass von 1973 bis 1976 eine eigene Mobilheimausstellung in Düsseldorf stattfand, bevor sie ab 1978 auch wieder beim CARAVAN SALON gezeigt wurden.

Die Stände der Caravan und Reisemobilhersteller wurden immer aufwändiger, die Auszeichnung des schönsten Standes durch die Messe beflügelte die Aussteller zusätzlich.

Die Messen 1974 und 1975 standen zwar unter dem Zeichen der Rezession und der Ölkrise und die bislang stetig wachsende Branche sah sich zum ersten Mal mit verunsicherten Käufern konfrontiert. Doch die Branche kam glimpflich durch die Krise, das Interesse am Caravaning blieb stabil und Qualität und Ausstattung der Fahrzeuge nahm weiter zu. Bereits 1975 stellte Caravaning angesichts des ersten Fahrzeugs mit ausfahrbarer Satelliten-Antenne fest: „Immer mehr Hersteller nehmen darauf Rücksicht, dass das Fernsehen auch im Grünen liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen ist.“ Auch der Einrichtungsstil war überwiegend üppig: Während einige wenige Hersteller einen funktionalen, speziellen Caravan-Einrichtungsstil etablieren wollten, ging der allgemeine Trend doch zum „Stilmöbel-Caravan, wo es gar nicht verziert genug zugehen kann“ (Caravaning Nr. 11/1975).

Während es bei der Messe 1976 die technischen Neuerungen waren, die im Mittelpunkt standen, darunter besonders neue und verbesserte Fahrgestelle und der erste Caravan mit Sonnenkollektor zur Warmwassererzeugung, waren es 1977 Sondermodelle wie der Argentinische Schwimmcaravan, der Schwedische Wintercaravan, der auf Kufen gesetzt werden konnte oder der grüne Jagdcaravan mit 5,20 m hohem ausfahrbarem Aussichtsturm, die die Aufmerksamkeit von Besuchern und Presse auf sich zogen.

Zum 20. CARAVAN SALON 1981 machte die Branche u.a. wegen der steigenden Ölpreise eine schwere Phase durch. Als Folge davon präsentierten die Hersteller 1981 in Essen eine nie zuvor dagewesene Modellvielfalt in der Caravan-Mittelklasse zwischen 800 und 1.200 kg, die helfen sollten Sprit zu sparen. Die ersten Versuche, eine Bugschräge zu etablieren, um die Aerodynamik und damit auch den Verbrauch zu optimieren, konnten sich jedoch noch nicht durchsetzen. Rekordcampingzahlen in den frühen 80er Jahren, neue größere Hallen und ein direkter U-Bahnanschluss des Essener Messegeländes ließen den CARAVAN SALON bis zum 25. Jubiläum im Jahr 1986 weiter wachsen.

Der CARAVAN SALON wandelte sich dabei weiter von einer reinen Verkaufsausstellung zu einer Erlebnismesse rund um den mobilen Urlaub. Zum 30. CARAVAN SALON 1991 präsentierte sich mit Dänemark erstmals ein Partnerland, in einer eigenen Aktionshalle gab es Talkrunden, eine Talentshow und tägliche Auftritte verschiedener Schlagerstars. Auch der Service für die Besucher wurde weiter verbessert.

1993 bahnte sich die größte Veränderung in der Geschichte des CARAVAN SALON an: Mit seiner wachsenden Bedeutung und den wachsenden Wünschen nach Ausstellungsfläche war der CARAVAN SALON in Essen endgültig an seine Grenzen gestoßen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündeten der VDWH, die Messe Essen und die Messe Düsseldorf den Umzug des CARAVAN SALON nach Düsseldorf ab 1994. Es gebe in Essen keine Möglichkeit mehr, dem Wachstum der Branche Rechnung zu tragen, in Düsseldorf dagegen sei auch genügend Platz für Zubehör, Konstruktionskomponenten, Reiseveranstalter, Vermietstationen und Ausrüster für Campingplätze. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass der CARAVAN SALON seine Position als Nr. 1 der Branchenmessen in Europa halten und weiter ausbauen könne, begründete der Verband die Entscheidung. Im Fokus des letzten CARAVAN SALON in Essen stand durch die Einführung zusätzlicher Dreipunktgurte und die Vorstellung des ersten Reisemobils mit Airbag das Thema Sicherheit. Die Messe musste besonders bedingt durch starke Absatzschwierigkeiten im Reisemobilbereich jedoch einen Besucherrückgang hinnehmen.

Der Umzug nach Düsseldorf brachte 1994 neben einer komplett veränderten Hallenstruktur noch einige andere Neuerungen mit sich. Die größte und am meisten gelobte war die Einrichtung des Caravan Centers durch die Messe Düsseldorf. Dieser messeeigene Stellplatz mit mehr als tausend Plätzen und optimaler Infrastruktur im Norden des Geländes erfreute sich im Laufe der Jahre immer größerer Beliebtheit und hat in der Branche heute eine regelrechte Fangemeinde. Insgesamt zeigten sich Verband und Aussteller hochzufrieden mit dem neuen CARAVAN SALON DÜSSELDORF.

Dank neuer Basisfahrzeuge war in Düsseldorf erstmals eine komplett neue Fahrzeuggeneration zu sehen. Einen vergleichbaren Modellwechsel erlebte die Branche erst wieder beim 45. CARAVAN SALON 2006. Abgesehen von der Basis tat sich aber auch in den folgenden Jahren viel bei den Fahrzeugen: Das Design wurde jünger, moderner und heller, die Ungebundenheit auch der Caravans durch eigene Stromversorgung und Wassertanks wurde immer größer, das Zubehör zahlreicher und raffinierter und die gezielte Ansprache verschiedener Zielgruppen wie junger Familien und Best Ager-Paare durch bedarfsgerechte Grundrisse immer selbstverständlicher.

Der CARAVAN SALON DÜSSELDORF wurde in dieser Zeit ebenfalls kontinuierlich weiterentwickelt eine größere Änderung gab es aber erst wieder zum 40. Salon im Jahr 2001, als der Termin des CARAVAN SALON auf Ende August/Anfang September gelegt wurde und ein Fachbesucher- und Pressetag vor dem ersten Publikumstag eingeführt wurde. Auch dank dieser Maßnahme steigerte sich in den letzten Jahren spürbar der Anteil an Fachbesuchern und Besuchern aus dem Ausland. Der CARAVAN SALON DÜSSELDORF etablierte sich endgültig als erster internationaler Neuheitentermin.

Die Messe und das Serviceangebot der Messe Düsseldorf passten sich auch weiterhin an die Bedürfnisse der Caravaner an. So wurde 2001 der CARAVAN SALON Club gegründet, der sich ebenfalls zu einer Erfolgsgeschichte entwickelte: Bereits 2007 konnte das 100.000ste Clubmitglied begrüßt werden. 2002 rief die Messe Düsseldorf mit Unterstützung durch red dot projects den „caravaning design award: innovations for new mobility“ ins Leben, der seitdem alle zwei Jahre verliehen wird und mit dazu beigetragen hat, dass Design in der Caravaning-Branche ein immer wichtigeres Thema geworden ist. Einen weiteren Preis stiftete die Messe Düsseldorf 2007 anlässlich der Firmenjubiläen der beiden Branchengrößen Erwin Hymer und Harald Striewski. Im Rahmen der Messeeröffnung wurde ihnen der Award „A Life of Caravaning“ für ihre Verdienste um die mobile Freizeit verliehen. 2008 unterstrich eine besondere Veranstaltung eindrucksvoll die Bedeutung des CARAVAN SALON DÜSSELDORF für die internationale Caravaning-Branche: Der CIVD organsierte erstmals eine Caravaning-Weltkonferenz zur Verbesserung des Informationsaustauschs und der Kontakte zwischen den weltweiten Caravaningmärkten.

Sei es beim Unterhaltungsprogramm für die Messebesucher, das 2009 mit dem Caravaning Show-Center um ein beliebtes neues Element ergänzt wurde, das besondere Caravaning-Reisen in den Mittelpunkt rückt und Fernweh weckt, oder beim Aufzeigen aktueller Branchenthemen und -trends wie 2010 mit dem Thema Green Caravaning: Der CARAVAN SALON DÜSSELDORF ist nach 50 Jahren vital wie eh und je. Er zeigt auf, was in der Branche Thema ist, was sie in Zukunft bewegt und wo die Reise technisch hingeht. Er informiert und unterhält, er bringt Freunde und Wettbewerber zusammen und wird so zu dem, was er seit 50 Jahren ist: Businessplattform und Familientreffen in einem, das Zentrum der europäischen Caravaningwelt.

24.05.11

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