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Samstag, 21. Oktober 2017

          

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Wie die Camper in Mecklenburg-Vorpommern das Tief überwinden

(Foto: (VCWMV)

(red) Camper tragen den Sonnenschein im Herzen. Und das ist auch gut so. Denn das wechselhafte Wetter der letzten Wochen ist nicht gerade das Ideal eines Sommers. Dennoch lassen sich die Campingurlauber davon nicht abschrecken. Es muss so etwas wie das Camper-Gen sein, das die Urlauber mit einer Art sensibilisierter Wahrnehmung der Natur ausstattet und immun gegen vorherrschende Wetterkapriolen macht. So trifft man vielerorts auf gut gelaunte und entspannte Camper.

Entlang der Mecklenburgischen Seenplatte gibt es sie: Die Unentwegten, denen das Wetter nichts anhaben kann. Dazu zählt auch Familie Bildhauer, die diese unerfreulich feuchten Rahmenbedingungen nicht weiter stört. Seit 15 Jahren kommt das Ehepaar aus Hannover mit ihrem Wohnmobil schon auf dem 4-Sterne Campingplatz Zuruf. Direkt am Plauer See haben sie ihren Traumplatz gefunden. „Wir können mit unserem Boot über den Bootssteg des Campingplatzes aufs Wasser hinaus, je nach Lust und Laune. Wenn die Sonne mal nicht scheint, nutzen wir die Auszeit zum Lesen. Der Regen verhilft uns zu himmlischer Ruhe. Und das genießen wir in vollen Zügen. Außerdem haben wir doch ein Dach über dem Kopf. Da regnet es nicht rein“, stellt Hans Bildhauer lachend fest. Geschäftsführerin Angela Meyer-Weidemann kann dem Schmuddelwetter etwas Positives abgewinnen: „Die Hilfsbereitschaft mit anzupacken, fördert das Miteinander und schweißt die Camper zusammen.“

Auch auf dem 3-Sterne Campingplatz am Gobenowsee ist der Sommer für die Urlauber noch lange nicht passé. Eine Truppe von vier passionierten Paddlern hat sich für eine knappe Woche mit ihren Zelten hier eingerichtet. „Uns hat der Regen voll erwischt. Unsere Zelte und auch wir haben es aber überwunden“, so Johannes Hüneburg. Die Gruppe setzt auf eine eher spontane Urlaubsplanung und vertreibt sich die Zeit mit Schwimmen oder Kartenspielen. Beim Volleyball- und Fußballspielen werden Zeltnachbarn zu Teamkameraden. Berührungsängste kennt man hier nicht. Auch für fünf junge Mädels aus Kitzingen/ Unterfranken steht die Idylle am See und das Erleben der Natur im Vordergrund ihres Urlaubs. Die Pfadfinderinnen sind zwei Wochen
quer durch Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und haben hier für ein paar Tage ihren Zwischenstopp eingelegt. Mit selbst gemachter Schlagermusik und viel Erfindergeist wird es für sie nicht langweilig. Rowena Eckert, die Leiterin der Mädchengruppe, hat zwar keinen Schlechtwetterplan mitgebracht, sieht es aber dennoch gelassen: „Wir sind im Regen angekommen, aber das macht nichts. Es könnte ja auch schneien und das wäre schlimmer.“ Campingunternehmerin Annerose Zobel bringt es auf den Punkt mit einem Zitat von Karl-Heinz Söhler, das ihr ganz besonders am Herzen liegt. „Mir ist ja jüngst ein Mensch begegnet, der freut sich immer, wenn es regnet, und lächelnd sagte er dann noch: "Wenn ich mich nicht freu - regnet es doch.“

Auf dem 5-Sterne Camping- und Ferienpark Havelberge, direkt am Woblitzsee, ist die positive Stimmung ebenfalls zu spüren. Dank eines breit angelegten Animationsprogramms und verschiedenen Aktivangeboten ist auf dem Platz immer etwas los. Kanuten, Segler, Wanderer und Kletterer fühlen sich hier genauso wohl wie junge Familien und Radwanderer, die die Angebote vor Ort bei jedem Wetter nutzen können. Für Sven Mazur und seine Tochter ist der Wald-Hochseilgarten direkt im Kiefernwald des Campingplatzes ein besonderes Highlight. Dass der Kletterwald für viele Gäste wie ein Magnet wirkt, freut auch Siegfried Scheller, den Leiter des Kletterwaldes. „Generationen kommen hier wieder zusammen und entdecken ihre Stärken. Für den Zusammenhalt in der Familie ist das besonders wichtig, denn gemeinsam überwinden Eltern mit ihren Kindern schwierige Hürden. Das schweißt zusammen.“

Entlang der Ostseeküste sind die Aussichten für gute Laune fast schon garantiert. Zwar regnet es auch dort, aber es scheint niemanden zu stören. Denn die Camper arrangieren sich mit der Natur und lassen sich vom Regen nicht abschrecken. Der 3-Sterne Campingplatz Niendorf direkt am flachen Sandstrand der Wohlenberger Wiek bietet Idylle pur. Familie Meyer aus Ludwigslust hat sich vor fünf Jahren den Platz auserkoren und kommt seitdem regelmäßig hierher, um sich vom Alltag zu erholen. Denn hier nutzen sie die Zeit, um ausgiebige Spaziergänge am Strand zu machen. Langeweile gibt es nicht, da sind sich die Meyers einig: „Gesellschaftsspiele haben wir immer dabei. Und wenn es mal regnet, stört es uns auch nicht. So ist eben die Natur. Da muss man das Beste draus machen.“ Das sieht auch Mario Engel so, der mit seiner Familie aus dem fernen Thüringen angereist ist: „Bisher haben die Zelte dicht gehalten. Der Regen verdirbt uns nicht die Laune, soviel steht fest.“ Mit den Zeltern von nebenan werden an den lauen Abenden Karten gezockt. Und wenn die Abende nicht allzu lang werden, dann liefern sich die Nachbarn früh morgendlich auch mal ein Federball-Match mit ihren Kindern. Diese gute Laune steckt einfach an. Das findet auch Sabine Ehrlich, die gemeinsam mit ihrem Mann den Campingplatz seit 20 Jahren leitet. „Camper sind als hartgesotten bekannt, und der Sommer ist ja noch nicht vorüber. Wir wünschen uns für August und September stabiles, schönes Wetter. Wir merken rasch, wenn das Wetter wieder schön ist. Dann kommen mehr Kurzentschlossene. Sie stehen quasi in den Startlöchern.“

Auch der 4-Sterne Ferienpark Zierow bietet für Wasserbegeisterte viel Abwechslung. Eigentlich zählt sich Familie Nossol aus Niedersachsen mit ihren drei Kindern zu den Sonnenanbetern. Doch wetterbedingt wurde nun kurzerhand umdisponiert. So genießt die Jungfamilie ausgedehnte Spaziergänge am Strand oder Wandertouren in die nähere Umgebung. „Man muss eben gut vorbereitet und flexibel sein, denn an dem Wetter können wir sowieso nichts ändern aus." Gerade haben sie einen Ausflug in den nahegelegenen Tierpark mit der Familie von nebenan unternommen. Die Nachbarn sind nämlich miteinander verwandt und haben ihre Zeltlager für zwei Wochen aufgebaut. Familie Hofmeister aus Lütgenade hat ebenfalls drei Kinder und ist hell auf begeistert von dem harmonischen Miteinander auf dem Platz. „Wir nutzen den Urlaub, um gemeinsam mit der Familie meines Bruders die Freiheit zu genießen. Den Kindern gefällt es, denn für sie ist Campen ein großes Abenteuer. Der Kidsclub ist bei unserer großen Tochter besonders beliebt. Aber auch für die Kleineren gibt es viel zu entdecken. Die Kinder können bei jedem Wetter herumtollen.“ Nathalie van Meeteren, die Geschäftsführerin des Campingplatzes hat so einen verregneten Sommer noch nicht erlebt. „Unsere Gäste haben in der Regel wetterfeste Kleidung im Gepäck und bringen die richtige Einstellung mit. Veranstaltungen haben wir bisher nicht abgesagt. Einen richtigen Camper haut eben einfach nichts um.“

Der 5-Sterne Campingpark Ostseebad Rerik bietet nah zur Ostsee ideale Bedingungen für Wasserratten. Aber auch wetterfeste Angebote stehen momentan hoch im Kurs. So sind Ausflüge in die Natur auf den zahlreichen Rad- und Wanderwegen sowie in das nahe gelegene Stadtzentrum bei den Gästen sehr begehrt. Die gute Anbindung nach Rostock oder Wismar bietet zusätzliche Möglichkeiten. Zahlreiche Veranstaltungen in und um Rostock sind da ein Muss. Das weiß auch Familie Kapune Seifert aus Rösrath, die mit ihren zwei Kindern zum ersten Mal in M-V unterwegs ist. „Wir haben uns spontan auf den Weg gemacht und wollen das Land kennenlernen. Fahrrad fahren, Strandwanderungen aber auch verschiedene Ausflugsziele in die Umgebung stehen in den kommenden Tagen auf dem Plan.“ So geht es optimistisch in die Zukunft. Denn für einen wahren Camper gibt es kein schlechtes Wetter. Das kann auch Jessica Henneberg aus Göttingen bestätigen. Zusammen mit ihren drei Freunden hat sie hier für zwei
Wochen ihr Lager aufgeschlagen und echtes Stehvermögen bewiesen. „Wir sind zweimal abgesoffen, hatten unser Zelt komplett unter Wasser und haben uns trotzdem entschieden zu bleiben. Denn nach dem Regen kommt ja auch der Sonnenschein wieder. Dieser Gedanke hat uns bei Laune gehalten.“ Christian Bläsing, Juniorchef des Campingplatzes, sieht es gelassen: „Camping ist eben Urlaub in der Natur. Da muss man sich arrangieren. Wer sich von grauen Wolken und Regen beeinträchtigen lässt, muss das Campen erst noch lernen.“ So kann das Geheimrezept für einen traumhaften Camping-Urlaub nur lauten: Wahre Camper
tragen den Sonnenschein im Herzen und machen das Beste aus jeder Situation. Denn die Flinte ins Korn zu werfen, hilft ja auch nicht weiter. Nun heißt es für den August Daumen drücken für dauerhaft schönes Wetter. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

06.08.11

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